Ausbildung
Auftragsarbeit
Freyja Degener
Jutta Kühn
Faszination Dunkelfeld

Auf frischer Tat ertappt: Hier ein besonders aktives weißes Blutkörperchen bei seinem Bestreben, die Oberfläche bereits deformierter Erythrozyten (roter Blutkörperchen) zu reinigen – unser „Ausbeulservice“ (ca. 2,5 min)





Da hält kein getrocknetes, gefärbtes, ausgestrichenes Blut mit: Nur im Dunkelfeld kann man weiße Blutkörperchen (Granulozyten) aktiv bei der Arbeit beobachten, sehen, wie rote Blutkörperchen (Erythrozyten) auf Nahrungs- bzw. Futtermittel reagieren, wie Blutplättchen (Thrombozyten) entstehen, welche Abfallstoffe im Blut kursieren und Vieles mehr.

Geht das nicht auch im normalen Blutausstrich? Nein. Hier wurde das Blut ausgestrichen, getrocknet, gefärbt und damit ist es „tot“. Es verändert sich nichts mehr.

Unter dem Dunkelfeld-Mikroskop können Veränderungen über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Blutbestandteile, die im Hellfeld-Mikroskop überstrahlt werden, werden durch die andere Lichtführung im Dunkelfeld sichtbar. Alle Vorgänge lassen sich mittels einer Kamera in Videos und Bildern festhalten und sind damit jederzeit auch für andere Beobachter reproduzierbar.

Wie sehr das Blut lebt, kann man auch noch Stunden oder Tage nach der Entnahme sehen, wenn z. B. ein Granulozyt immer noch damit beschäftigt ist, verklebte Erythrozyten voneinander zu trennen.

Als wir das zum ersten Mal beobachten konnten – damals noch mit unvollkommener Technik und mittelprächtiger Bildqualität – waren wir von den Möglichkeiten mehr als fasziniert und absolut begeistert. Aber auch heute gibt es immer wieder Blutbilder, deren Vorgänge uns fesseln und stundenlang über einer Probe sitzen lassen.

Die Faszination der Dunkelfeld-Mikroskopie ist heute für uns ein wichtiger Bestandteil in der Diagnose-Erstellung unserer Praxis, den wir nicht mehr missen möchten.

Dies hat uns dazu motiviert, diese Website aufzubauen und unsere Erfahrungen mit anderen zu teilen.



Auch bereits getrocknete Blutproben können faszinieren: Die Bilder geben zwar keine Hinweise zur Diagnose mehr, sind aber oft sehr dekorativ und schmücken im Großformat das Büro: